![]() |
|
| ALFREDO BARSUGLIA NOT AT HOME UNTIL MAY 4, 2010 Mit dem Statement "NOT AT HOME UNTIL MAY 4, 2010" am Pavillon vor dem Wittmann Schauraum macht Alfredo Barsuglia auf die Tatsache aufmerksam, dass die speziell für Kunst bei Wittmann konzipierte Ausstellung zwar, wie geplant am 27. April eröffnet, die Fertigstellung jedoch aufgrund der Sperre des europäischen Luftraums, die Barsuglias rechtzeitige Anreise von New York nach Wien verhinderte, um eine Woche verzögert wird. Der seit Monaten feststehende Ausstellungstitel "NOT AT HOME" wird durch den Zwang der äußeren Umstände zum Programm. In seiner Installation "NOT AT HOME" beschäftigt sich Alfredo Barsuglia mit der Zurschaustellung von Privatheit. Die Arbeit ist dreiteilig und bespielt den Pavillon vor dem Schauraum, die beiden Schauräume und ab 9. Juni 2010 auch die Wittmann-Lounge im MUMOK. Alle Schauplätze werden Teil einer ästhetisch wie narrativ auf filmischen Methoden basierenden Geschichte. Die BesucherInnen bekommen Einblick in das private Leben zweier Personen und nehmen einen voyeuristischen Blickwinkel ein. Mit NOT AT HOME hinterfragt Alfredo Barsuglia ironisch Grenzen zwischen Privat und Öffentlich, Eigentum und Allgemeingut, Recht und Unrecht sowie Fiktion und Realität. Erweitert wird die Ausstellung durch eine malerische Wandarbeit des Künstlers im zweiten Schauraum, die mehrere in den letzten Jahren entstandene Porträts integriert. Alfredo Barsuglia interessiert sich für die alltäglichen Rituale, die existenziellen Vorgänge, die wir alle mit gewohnter Selbstverständlichkeit vollziehen und die gerade deshalb oft unserer Aufmerksamkeit entgehen. Dabei ist der Künstler weder Chronist noch Dokumentarist, vielmehr transformiert er diese alltäglichen Handlungen zu dichten, fiktiven und bildhaften Erzählungen. Für seine raumgreifenden, in der Tradition der Illusionsmalerei stehenden Arbeiten spielt der Ort, der jeweilige Ausstellungsraum, eine wesentliche Rolle. Er dient ihm als Tableau und Ausgangspunkt der künstlerischen Interventionen. |